Castros Leistungskurve ist ein Sinnbild des VfB


04. März 2019 - 17:25 Uhr




Gonzalo Castro kam im Sommer als Neuzugang zu den Schwaben

Die Sommerneuzugänge sind während des Saisonverlaufs immer stärker in die Kritik geraten. Zig Millionen wurden investiert. Junge hoffnungsvolle Talente zu damaligen Rekordablösen wurden verpflichtet, ebenso wie erfahrene Kräfte, die am Ende eine Mischung ergeben sollten, mit der sich Stuttgart im gesicherten Mittelfeld mit Ambitionen für mehr bewegen sollte. Mit dem Abstieg sollte dieser Kader nichts zu tun haben. Es kam, wie man inzwischen leidvoll erfahren hat, ganz anders. Gonzalo Castro war einer dieser Sommerzugänge, der an seine Leistungen der Vergangenheit in der Vorrunde nicht anknüpfen konnte. Beim 2:1-Heimspiel-Erfolg gegen Bremen gab es einen kleinen Lichtblick, nicht nur für ihn als er einen Treffer markieren konnte, sondern auch für den VfB. Doch weite Strecken der Saison musste er sich von der Bank aus ansehen. Auch in der Rolle als Rechtsverteidiger fühlte sich Castro nicht wohl.

Seine Ecke waren der Grundstein von drei der fünf Tore


Er selbst war mit sich und dem Verlauf seiner Saison und der des VfB nicht zufrieden. "Ich weiß auch, was ich kann. Ich habe das noch nicht über weite Strecken gezeigt – wie das ganze Team, wir hängen da so ein Stück alle hinterher", das waren seine Aussagen zu Beginn des neues Jahres. Doch er versprach Besserung "Ich habe mir viel vorgenommen für die Rückrunde, um an meine alte Leistung anzuknüpfen.". Ob er da bereits angekommen ist, lässt aufgrund der wenigen Spiele, in denen es nun bergauf geht, noch nicht final beantworten. Doch seit er im Mittelfeld neben Santiago Ascacibar die Fäden ziehen darf, geht seine Leistungskurve nach oben. Auch Markus Weinzierl macht in ihm einen Teil des neuen Schwungs der Schwaben fest. Nach der Partie gegen Bremen sagte der Coach. "Ich glaube, dass wir mit der Systemumstellung für Gonzalo Castro eine gute Position gefunden haben. Nach der Umstellung auf drei Innenverteidiger haben wir mit ihm Spielstärke reinbekommen." Am vergangenen Sonntag im Heimspiel gegen Hannover machte Gonzalo Castro da weiter, wo er zuletzt aufgehört hatte. Nicht nur dass er durch seine starken Ecken zwei Tore durch Ozan Kabak direkt und das 4:1 durch Steven Zuber indirekt vorbereitet hatte, er machte auch wieder ein gutes Spiel auf seiner Position. Natürlich soll das nicht bedeuten, dass das Tief der Vorrunde nur an ihm hing, genauso wenig ist das aktuell beginnende Hoch nicht nur an ihm festzumachen, dennoch kann seine Entwicklung teils sinnbildlich zu der des VfB gesehen werden.


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